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Presse

Pressemitteilung 19. April 2005

 Grilly GmbH erbringt Nachweis für cholesterinarmes Fleisch durch die Verfütterung von Kräutern an Milchferkel


Einzigartig in Europa wurde 2003 ein Projekt ins Leben gerufen, das den Nachweis zur Reduzierung von Cholesterinoxiden im Fleisch durch die Verfütterung von Kräutern an Milchferkel erbringt. Nach der zweijährigen Projektphase liegen nun die positiven Ergebnisse in Bezug auf die Qualität und den reduzierten Cholesterinanteil im Fleisch vor.

"Durch die Oxidation von Fetten im Körper entstehen toxische Substanzen, wie zum Beispiel Cholesterinoxide. Gerade den Cholesterinoxiden wird in den letzten Jahren vermehrt Bedeutung bei der Entstehung der Arteriosklerose oder Arteriosklerose-bedingter Erkrankungen beigemessen. Darüber hinaus zeigen diese Substanzen auch zytotoxische und kanzerogene Wirkung. Aus diesen Gründen sollte es das Ziel sein, a) möglichst wenig von diesen Substanzen durch Nahrungsmittel aufzunehmen und b) die Zufuhr von freien Radikalen, die Auslöser von Fettoxidation, zu reduzieren.", führt Prof. Dr. Friedrich Bauer vom Institut für Fleischhygiene, Fleischtechnologie und Lebensmittelwissenschaft, Veterinärmedizinische Universität Wien aus.

Beim Versuchsprojekt wurden Milchferkel erstmalig mit natürlichen Kräutern zugefüttert, um deren Auswirkung auf die Reduzierung von Cholesterinoxiden zu untersuchen.

Die positiven Eigenschaften von Kräutern
"Die Eigenschaften von Kräutern sind sehr vielseitig und gehen über ihre aromatisierende Wirkung weit hinaus. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang ihre antimikrobielle, d.h. die Verzögerung des Verderbs durch Bakterien, und die antioxidative Wirkung, d.h. der Beginn des Fettverderbs wird hinausgeschoben und die Lebensmittel werden nicht so schnell ranzig. Besonders Salbei, Rosmarin und Thymian verfügen über diese positiven Eigenschaften", so Prof. Dr. Friedrich Bauer.

Der Versuch
Im Frühjahr 2003 wurde durch Franz Grillmair (Grilly GmbH) und der Firma Solan (Schmalwieser Ges.m.b.H & Co.KG) in Zusammenarbeit mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien ein Projekt ins Leben gerufen, dessen Zielsetzung es war, gesünderes Fleisch zu produzieren.

In einem Zeitraum von 2 Jahren wurden 8 Versuchsreihen mit insgesamt 400 Milchferkel (je ca. 15 kg) durchgeführt. Im Vergleich zur Kontrollgruppe (Ferkel mit herkömmlichem Futter) wurde den Versuchsferkeln ein Futter mit Kräutern vorgelegt. Mit ca. 30 kg wurden die Ferkel geschlachtet und zu Grilly-Milchferkeln verarbeitet. Die Fleischproben wurden von der Veterinärmedizinischen Universität Wien auf ihre gesundheitliche Wirkung untersucht.

Das Ergebnis: Reduktion des schädlichen Cholesterins um bis zu 80 %
Das positive Ergebnis fasst Professor Dr. Friedrich Bauer, Veterinärmedizinische Universität Wien, wie folgt zusammen:

"Es zeigte sich, dass im Fleisch der kräutergefütterten Milchferkel eine Reduktion der Cholesterinoxide um bis zu 80 % erreicht wurde. Durch den Zusatz von Kräutern zum Futter kann Fleisch mit geringer Belastung an Fettoxidationsprodukten vor allem von Cholesterinoxiden gewonnen werden, es trägt zum Wohlbefinden der Tiere bei und liefert einen Beitrag zur Produktion gesünderer Lebensmittel."